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Strandwanderung - Felsenbögen und einsame Buchten in Zentralchile

Leichte, ca. 6 stündige Wanderung für Naturliebhaber an einem der schönsten Küstenabschnitte Chiles in der VII. Region bei Curanipe.

Die Wanderung beginnt gleich neben der Schotterpiste am Verkehrsschild “Arcos de Calán”. Bis dort werden die Wanderer per Taxi von Suhaila gebracht. Die Wanderung ist nicht für Ungeübte und Anfänger geeignet. Es gibt einige ausgesetzte Stellen und man sollte schwindelfrei sein.

Auf einem Feldweg läuft man durch das Gelände einer Forstfirma abwärts. Deutlich sichtbar sind hier noch Jahre später die Folgen der grossflächigen Abholzung des Kiefernnutzwaldes. Auf beiden Seiten des Weges wachsen native Pflanzen und Nutzpflanzen wie Kiefern und Eukalyptusbäume.

Bald gelangt man auf eine große, teile sumpfige Wiesenlandschaft. Man kann auch gut barfuss laufen, sollte nur mit Disteln aufpassen. Wer zur regenreichen Zeit da ist, wird mit etwas Glück Krebse sehen können, die in ihren Erdhöhlen sitzen. Das sind keine Maulwurfslöcher, sondern Krebslöcher.

Geht man nach rechts, trifft die Wiese auf einen Berghang, dort Bewuchs von nativen Pflanzen. Große Nalcas wachsen an Wasserläufen die aus der Erde kommen.

An den sumpfigen Stellen kann man besondere Blumen und Gräser sehen. Auf der gesamten Fläche weiden Kühe. Bitte aufpassen, wenn diese Jungtiere haben. Dann lieber einen großen Bogen um die Tiere machen.

Nach ca. 30 min erreicht man die Küste. Die lange, offene Bucht läuft südlich nach Pullay. Wir wandern nördlich nach rechts zu den Arcos de Calan. Es ist wert auf den Berghang zu steigen. die Aussicht ist schön, die Sandsteinformen auch. Man trifft auf einen von Süden kommenden Feldweg und folgt diesem durch zwei Tore. Nach dem zweiten Tor interesante Bodenbeschaffenheit. Weiter zu Küste die ersten Felsbögen. Wenn es die Gezeiten erlauben sollte man durch die Bögen zum Meer hinab laufen . Auf den Felsen kann man herumklettern und verschiedene Perspektiven geniessen. Wichtig ist sich etwas Zeit zu nehmen um die herrliche Natur zu erleben.

Entlang des Pazifik bieten sich nun ständig wunderschöne Ausblicke. Man kann sich entschließen auf die ca 60 m hohe Anhöhe zu steigen oder direkt am Strand zu laufen.
Von Süden kommend kann man bald zwei hohe Felsen ausmachen. Die schöne Aussicht, die sich von jedem bietet ist es wert hinaufzuklettern. An den Felswänden finden sich verschiedene Arten von Bromelien.
Am nächsten Felsenberg trifft man viele Schlafplätze von Seemöwen an. Der Berg ist von deren Exkrementen weiß geworden. Von hier oben kann man auch Pelikane auf den Felsen sitzen sehen.

Wieder unten angekommen, sollte man zwischen den Felsenbergen hindurch laufen um einen anderen Felsbogen und eine kleine Höhle zu besuchen.

Wer seine Angel dabeihat kann auf gutes Fischen in der nächsten kleinen Bucht im Norden hoffen. Mit etwas Glück sieht man wie die Fischer ihre Netze vom Ufer aus in Wasser legen oder trifft Algensammler an.

Nach dieser Bucht wartet der größte Felsenbogen auf den Wanderer. Ein wenig weiter nördlich trifft man auf einen markanten etwas vorgelagerten Felsen der wie ein Eckpunkt dasteht. In der Nähe gibt es ein Fischerhaus und einen kleinen Tempel in Fels wo Fischer manchmal religiöse Zeremonien abhalten.

Der nächste Teil der Strecke führt über Felsen bis man zur Bucht von Tregualemu kommt. Von oben kann man eine alte Casona, ein Haus im Kolonialstil sehen. Man klettert die Felsen hinunter und sieht links zwischen den Bergen liegt eine kleine Gruppe privater Ferienäuser.
In Tregualemu hat man gut die Hälfte der Wanderung hinter sich gebracht. Der hier ins Meer mündende kleine Fluß führt meist wenig Wasser und man kann leicht durchwaten.
Von nun ab kann man die meiste Zeit im Sand laufen. Wer an nativen Bäumen Interesse hat, sollte näher an die Hänge gehen. In den kommenden kleinen Buchten wächst ein Streifen nativer Wald zwischen den Kiefernpflanzungen weiter oben und dem Strandbereich. Die teils steilen Abhänge stellen ein besonderes Biotop für Pflanzen und Tiere dar. Mit etwas Geduld kann man mehrere Arten von Kolibris sehen.

Kurz bevor man das krass im Gegensatz zur schönen Natur stehende Viadukt, die große Betonbrücke erreicht gibt es eine Passage an den Felsen, die bei Flut etwas schwierig sein kann. Die schrägen liegenden Felsen sollte man vorsichtig überqueren.

Bald erreicht man die große Strandhöhle. Am besten ganz nach hinten gehen, ca 30 m um sich hinzusetzen, etwas auszuruhen und nur zuzuhören. Das ganze ist am eindrucksvollsten bei starker Brandung.
Von hier muss man noch einmal über die Felsen klettern und ist in ca. 15 min an der Türe von Suhaila.